also eigentlich finde ich das internet derzeit zunehmend scheisse. twitter, facebook, bloggen, und der ganze tara nerven gerade unheimlich. irgendwie wird es zeit dass der hype sich mal langsam wieder legt. ich fand das hier ja eigentlich immer so geil, weil da sonst keiner war.
man fragt sich so langsam unwillkürlich ob man um die ersten tontäfelchen auch so ein riesen theater veranstaltet hat.
“huhu schau mal da. jetzt kann man die worte auch einfach so und ganz schnell ohne faustkeil und hammer einritzen.”
“wow, das geht so schnell. da ergeben sich ja völlig neue möglichkeiten.”
“ja. das ist echt verrückt. ich habe gestern auch schon zwei tontäfelchen zu gestellt bekommen.”
“revolution!”
however.
aber eine sache, die finde ich dann doch immer noch geil im internet, und das sind die vielen fantastischen bilder die man dort so finden.
und die kommen jetzt alle hier ins archiv, so wie das folgende hier aus dem polnischen parlament.
Anlässliches des Düsseldorfer BYOB kamen Bildfrickler aus den unterschiedlichsten Bereichen für einen Abend im NRW-Forum zusammen. Alle Infos und Hintergründe zum Konzept gibt es bei www.byobworldwide.com oder weiter unten, hier im Blog. Die Idee ist einfach und schnell verstanden und trotzdem ist es immer etwas anderes selber vor Ort dabei zu sein und ein BYOB-Happening zu erleben.
“Pinheirinho slum dwellers are armed with shields and batons waiting for the arrival of police with a court order to evict them from land invaded in Sao Jose dos Campos (SP).”
das bild erinnert unwillkürlich an die arbeit ‘the summits‘ des berliner fotografen und künstlers julian röder.
nice stuff next week! Thomas Spallek vom Intercollective Picture Com organisiert am 20. Januar 2012 ein BYOB (Bring Your Own Beamer) im NRW-Forum Düsseldorf.
Mit Soundcollagen von Jan Schulte und Marc Matters.
BYOB (Bring Your Own Beamer) ist eine Reihe von “One-Night-Ausstellungen”, die von verschiedenen Künstlern auf der ganzen Welt kuratiert und organisiert wird. Die Idee ist verblüffend einfach: Finde einen Ort, lade möglichst viele Künstler ein und lass sie einen Beamer mitbringen. BYOB wurde als schnelles und einfach zu realisierendes temporäres Ausstellungskonzepte von Rafaël Rozendaal erdacht und steht unter der Prämisse “BYOB should be easy, fun & no stress.”
Im Prinzip trennt mich ja gar nichts von dieser Position der digiges gegen ACTA. Weil nämlich auch ich generell gegen intransparente Entscheidungen bin die einigen Wenigen nutzen, indirekt fragwürdige Machtstrukturen aufrechterhalten und in sonderbaren Ausschüssen verhandelt werden.
Um es also klar zu stellen, wir stehen mit der Ablehnung von ACTA, VDS und sonstigen Verirrungen der EU-Realpolitik voll und ganz auf einer Seite.
Aber, und diese Frage muss einmal erlaubt sein, was soll dieses Geschrei und Gejammer wegen eines angeblich bevorstehenden Verlustes von Meinungsfreiheit durch Regulierung des Netzes in diesem Zusammenhang?
Selbstverständlich wäre das Mist, wenn die “Regulierung der Meinungsfreiheit in die Hände privater Unternehmen” gelegt werden würde.
Das Problem dabei ist nur, die damit verbundene Aussage ist falsch.
Denn die Meinungsfreiheit liegt – mit Blick auf die Massenmedien – seit je her in den Händen, von Verlagen, TV-Sendern und Radiostationen, sprich Unternehmen, oder – um das etwas angestaubte Wort mal zu nutzen – in den Händen des Kapitals.
Über die Konfiguration 7 ist zum aktuellen Stand alles zum Wie, zum Warum und zum Wo gesagt und geschrieben. Aus diesem Grund hier nun lediglich die Bilder der Vernissage in der Abteilung für alles Andere in Berlin Mitte, am vergangenen Samstag.
Vergangenes Jahr wurde ich auf Stefan Riebels Arbeit ‘Black Pixel‘ aufmerksam – ein 1×1 Pixel großes, schwarzes Quadrat auf weißer Fläche. Die Arbeit hat mir auf Anhieb sehr gut gefallen und da ich etwas neidisch auf Ihn und seinen Einfall war, beschloss ich ihm die Arbeit zu stehlen.
Dazu speicherte ich seinen schwarzen Pixel bei mir auf der Festplatte, kopierte diesen schwarzen Pixel dann per FTP in den Webspace meines Servers, um ihn von nun an dort unter der Domain www.stolen-black-pixel.de zu präsentieren. Stefan informierte ich dann per E-Mail über den dreisten Diebstahl, so kamen wir in Kontakt und es entstand ein fruchtbarer Austausch, der bis heute besteht und am vergangenen Wochenende mit der Ausstellung in der Abteilung für alles Andere in Berlin seinen vorläufigen Höhepunkt fand.
Seit September 2011 hat Stefan Riebel für ein Jahr die kuratorische Leitung des Projektraums ARTACKER übernommen. Unter dem Titel “Abteilung für Alles Andere” organisiert er dort ein monatliches Programm und präsentiert neben wiederkehrenden Events auch Einzelveranstaltungen.
Der nachfolgende Text ist anlässlich einer geplanten Bewerbung für das Projekt www.bohemeprecaire.com entstanden. Zwei Tage hatte der Autor investiert um die Arbeit rund um seine digitalen Collagen der vergangenen Jahre in eine Form zu bringen. Und als die zwei Tage rum waren, war aus zahlreichen Einzelementen, Projekten und Experimenten eine Geschichte entstanden und die Idee einer Arbeit geboren, die nie fertig, dafür aber in immer neuen Konfiguration zu präsentieren ist.
Aus diesem Grunde vielen Dank an die Damen und Herren von Boheme Precaire und auch an Rena Tangens vom foebud, die mich zur Arbeit am Text ermunterte. Schade allerdings, dass ich den Text zu später Stunde, erst 2 Minuten nach Ablauf der Deadline eingereicht hatte, von da an machte ein automatisiertes Skript jegliche Kommunikation mit den Kuratoren unmöglich und verweigerte konsequent die Annahme. Und so blieb es auch bei dieser Bewerbung eben wiedermal beim guten Vorsatz, die Psychoanalytiker unter der Leser mögen sich ihren Teil dazu denken.
Wer sich für das hier skizzierte Projekt der ‘Commons Collages‘ interessiert, den sei am kommenden Samstag die Ausstellung in der Abteilung für alles Andere in Berlin empfohlen. Dort wird die neueste Konfiguration, Konfiguration Nr 7, zu sehen sein.
Moritz Sauer von phlow.de war vor einiger Zeit so freundlich mit mir ein kurzes Interview zum TransPrivacy-Projekt zu machen, dort behandeln wir im Dialog einige augewählte Punkte des Projekts.
Andreas Fertig ist darauf gestoßen und hat das Gespräch daraufhin auf der Webseite des Goethe Instituts in Moskau unter dem Titel “Plakatkunst als Brücke zwischen Netz und „Realität“” noch mal publiziert.
Danke an alle Beteiligten!
Es war ja nicht schwer mitzubekommen, aber für die jenigen unter Euch, die das vergangenen Wochenende im Drogenrausch verbracht haben, hier noch mal der Hinweis:
Am vergangenen Samstag war Weltaction-Tag.
Hunderttausende sind dem Aufruf gefolgt und haben sich beteiligt. Ich war zu dem Zeitpunkt recht weit ab vom Schuß, ca 20 km von der polnischen Grenze entfernt und konnte so leider nicht bei den großen Versammlungen vorbei schauen. Aber auch da wo wir waren, waren Andere, wenn auch Wenige, aber die Wenigen versammelte sich, dort habe ich vorbeigeschaut.
Während der Mainstream wie allzu oft auf Basis dümmlicher Zuspitzungen die zahlreichen, ihm zur Verfügung stehenden Seiten füllt, sind es die Blogs in denen offen Gedacht und Diskutiert wird. Nicht überall, auch nicht überall klug und auch nicht überall nach- oder reichhaltig, aber wer sucht der findet schon noch was zu Beißen.
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