nach vielen monaten harter und entbehrungsvoller arbeit erblickt eine neue collage das licht der welt.
www.superblasterescalationpower.de

die arbeit knüpft an das vor mehr als 5 jahren entstandene tryptichon www.massivestructuraloverload.de an. gleichzeitig eröffnet diese neue collage aber aufgrund der noch höheren dichte, der wachsenden tiefe und der elaborierteren formalen mittel einen neuen arbeitszyklus, mit unbekanntem ziel.
wie immer steht auch diese arbeit unter creative commons lizenzen zum download bereit.
www.superblasterescalationpower.de/originale/
weitere arbeiten folgen.
bitte bleiben sie an den apparaten.
vom wert der kunst, ihren autoren und dem rituellen tanz um das unikat im zeitalter verlustfreier, technischer reproduzierbarkeit

in der vergangenen woche kamen zwei ereignisse zusammen die mich dazu veranlasst haben, endlich www.sellingthe.net zu überarbeiten, ein projekt welches ich schon seit geraumer zeit noch einmal angehen wollte.
erdacht vor einigen jahren, von der grundidee her nach wie vor spannend, war es nur einfach viel zu sperrig in der ausformulierung. aber warum eine gute idee weg werfen dachte ich mir, zumal sie ja schon einmal funktioniert hatte.
anfang der woche hatte mich jochen d. aus leipzig angeschrieben, er interessiert sich für www.dystopiadeathstar.de und wollte davon einen abzug anfertigen.
dabei schrieb er mir “Theoretisch könnte ich es mir ja auch selbst ausdrucken, aber ich würde deine Arbeit gerne unterstützen und außerdem hätte ich gerne eine Signierung, wenn es möglich wäre“. es steht völlig außer frage, das hat mich natürlich gefreut, denn genau so soll es ja auch sein.
an dieser stelle also noch mal einen herzlichen dank nach leipzig für den support.
gleichzeitig entstand im anschluss zweier postings zum problem der ‘autonomen ästhetik’ beim geschätzten blogger-kollegen bersarin eine dabette um den möglichen wert von kunst, die autorschaft, die rezeption und eben um ästhetik. in den postings habe ich mich mehr oder weniger glücklich an der debatte beteiligt. so bemerkte ich dann dabei aber eben auch ganz schnell wieder, ich bin doch sehr viel mehr ein künstler als ein philosoph. die harten knackigen fragen, vor allem aber das angemessene debattieren darüber, werde ich den kollegen dort überlassen. meine beiträge sind dann eben doch jene, die ich mit den eingeübten mitteln der kunst formulieren kann.
sellingthe.net – relaunch

sellingthe.net ist eine netzbasierte künstlerische annäherung an die fragen und probleme die mit der wertschöpfung auf basis von kunst verbunden ist. die basis des projekts ist die erste der collagen, www.massivestructuraloverload.de diese steht so wie alle anderen collagen auch unter den entsprechenden creative commons lizenzen zum download bereit. www.massivestructuraloverload.de ist aber auch teil und basis eines multiples nach den regeln von sellingthe.net.
die kunst braucht relevanz.
dank der erfolgreichen emanzipationsbewegung in den letzten beiden jahrhunderten und der damit gewonnen freiheit, ist diese relevanz jedoch nicht mehr per se gegeben. die kunst muss sich ihre bedeutung und eben auch die darüber erst gerechtfertigte freiheit immmer wieder erarbeiten. in erster linie erhält und erfährt sie ihre relevanz aber durch das überschreiten von grenzen, vom damit verbundenen perspektivwechsel und durch die eröffnung neuer blickwinkel auf die prozesse unserer wirklichkeit.
kunst hat im 20 jahrhundert eine beispiellose expansionsbewegung hinter sich, die vor nichts halt gemacht hat. alle materialien, alle dinge und alle bereiche des lebens sind zur kunst erklärt worden. die frage ob etwas heute kunst sein kann, ist nach dieser ausweitung nicht mehr von bedeutung. kunsttheorie und wissenschaft vermag heute alles zur kunst zu deuten, somit ist alles kunst und nichts ist mehr kunst, je nach blickwinkel.
ein beispielloser bedeutungszuwachs
gleichzeitig hat die kunst, an gesellschaftlicher bedeutung gewonnen. der wunsch und das verlangen danach, sind heute so groß wie nie zuvor. zur langen nacht der museen ziehen tausende durch die innenstädte, werke berühmter künstler erzielen nach wie vor höchstpreise und die akademien erleben seit jahren einen nie dagewesen andrang. kurz die kunst ist derzeit mindestens so hip wie es ihre schwester, die werbung einmal gewesen ist.
und sie ist damit in der mitte der gesellschaft angekommen, sie bietet dort vermeintlich freiräume und ist projektionsfläche für träume der freiheit und des selbstbestimmten lebens mit der botschaft: “seht her, es geht immer noch. jeder kann, wenn er nur will frei und erfolgreich sein.”
womit ihr natürlich auch eine höchst problematische politische funktion zu fällt.
alles super?
doch gleichzeitig entsteht für die künstler ein problem. in dem die kunst selber teil der gesellschaftlichen prozesse ist, ist von dort aus der perspektivwechsel nicht mehr möglich, der blick von außen nach innen ist verstellt. die künstlerische strategie der entgrenzung fällt weg, die arbeiten bieten zwar neue reize bleiben aber zwangsläufig hermetisch.
kunst wird damit zum gefängnis der künstler, eine comfort-zone der narrenfreiheit, bequem aber ohne bedeutung.
die relevanz der arbeit schwindet an vielen stellen, einmal abgesehen von der funktion als vorlage kunstheoretischer masturbationsfantasien. nicht von ungefähr kommt der satz “ach so, das ist kunst, na dann…”
ja klar doch!
eine zeitgenössische kunst die ihre relevanz behalten und auch über den aktuellen horizont hinaus bedeutung behalten soll, muss sich unter anderem auch diesem phänomen stellen.
der künstler muss aus diesem grunde – so wie immer wieder und vielfach unter dem label der avantgarde geschehen – das kunstsystem so gut es eben geht verlassen, mit all den damit verbundenen konsequenzen für ihn.
und trotz der damit verbundenen probleme und widrigkeiten eröffnen sich dem künstler damit automatisch neue perspektiven.
aber viel wichtiger ist, trotz der totalen expansion der kunst und der vereinnahmung sämtlicher materialien durch diese, eröffnet sich mit diesem schritt ein neues feld. der künstler findet ein gänzliches neues und weitgehend unverbrauchtes materiall vor: das kunstsystem selber.
na gut ich gebe es zu. jeder hat seinen preis und auch ich bin käuflich. doch zu meiner verteidigung sei erwähnt herr baselitz hat durchaus charme und wenn er etwas wirklich will, kann er eine bemerkenswerte penetranz entwickeln.
zu anfang war es mir noch gelungen seine telefonischen anfragen mit dem freundlichen hinweis auf die freie verfügbarkeit meiner bilder abzuwehren. doch wer den maler einmal kennen gelernt hat der weiß, so leicht lässt er sich nicht abwimmeln. bei der einladung zu tee und später rotwein in beachtlichen mengen wurde ich dann weich. so habe ich ihm dann eben doch ein werk signiert und verkauft: “thegreattransition.de“. und um ganz ehrlich zu sein, ich bedauere es nicht.
angenehmer nebeneffekt, als tags darauf der fotograf der preisgekrönten kluge-köpfe-kampagne der faz zum termin erschien, hat er ein paar aufnahmen des ateliers gemacht. frank hat mir diese dann freundlicherweise noch per mail zu kommen lassen. in die kampagne selber hat es dieses bildmotiv dann leider doch nicht geschafft, aber das ist ja irgendwie auch klar.

alle freunde der bilder und der creative commons können natürlich beruhigt sein, das bild steht nach wie vor zum freien download unter www.thegreattransition.de/originale/ zur verfügung.

nur manchmal, da mache ich noch ein ganz ganz kleines bild, herr doktor.
frisch aus dem flieger, noch am düsseldorfer flughafen und den jetlag natürlich noch nicht ganz aus den knochen, poste ich beim warten aufs gepäck hier mal ein bild der letzten arbeit. eine fortsetzung der ‘publikumsbeschimpfungen international‘, ein projekt welches ich vergangenen herbst auf unserem mehrmonatigen asientrip begonnen hatte.
nun gab es eine fortsetzung in tokios amüsierviertel kabukicho, umgesetzt und realisiert mit freundlicher unterstützung durch jcdecaux.com worldwide.
wer also in den nächsten tagen mal in tokio ist, schaut einfach mal vorbei.

publikumsbeschimpfungen international, Tokio Kabukicho | 2010
vor einigen jahren habe ich – aus purem zufall – in der kölner innenstadt einen schnappschuß der hohe strasse gemacht der es in sich hatte.
das bildmotiv war darauf hin in köln auf dem rundgang der kunsthochschule zu sehen, ist dann aber wieder in der versenkung verschwunden und zwischenzeitlich in vergessenheit geraten. erst vor kurzem, als ich mein portfolio aufgefrischt und meine webseite erneuert habe, fiel es mir wieder in die hände. ich habe es alain bieber von rebel:art geschickt und er nahm es freundlicherweise in seinen blog auf.
kurz darauf fielen mir die fotos des vergangenen asientrips wieder ein. ich warf einen scharfen blick drauf und stellte fest, die situation in bangkok ist ähnlich und unterscheidet sich nicht mehr wirklich von europäischen verhältnissen.

bangkok siam square | 2009
ich habe mich dann entschieden das thema wieder aufzunehmen und weiter zu verfolgen, woraufhin ich letzte woche in der düsseldorfer innenstadt unterwegs war um ein paar fotos zu machen. das ergebnis ist eigentlich nicht weiter verwunderlich, überall das gleiche bild.


düsseldorfer innenstadt am wehrhahn und schadowstraße | 2010
weitere infos im archiv der seite unter ‘Neue Ehrlichkeit’
der mensch lebt zwar nicht vom brot allein, aber ohne brot eben auch keine kunst. letzteres sagte goethe, und wenn goethe über kunst spricht, dann schliessen wir uns dem doch mit gutem gewissen an.
soviel heute zur kunst nun zum geschäft.
wir haben ja zuletzt selber nicht mehr so recht daran geglaubt. in zahlreichen teammeetings und den firmenparties im wz center wurde es mittlerweile zum running-gag: der relaunch. immer wieder geplant, dann wegen zeitmangel aufgeschoben und neu angegangen.
doch trotz zunehmender skepsis ist es uns am ende gelungen und wir gehen online mit der version 0.9 unserer neuen webseite. klar das ein oder andere muss noch mal überarbeitet werden, manche tür ist noch nicht lackiert und an der ein oder anderen schraube wird noch mal gedreht werden.
aber so ist das eben bei einem neubau, wir wollen nicht zu kleinlich sein:
www.meta-unlimited.com
die zeit für die bilder ist knapp im moment. zwischen der organisation des vierwändekunst-festivals 2010, dem anstehenden relaunch unserer büro-webseite und den zahlreichen gesellschaftlichen verpflichtungen eines ‘young emerging artist’ bleibt nicht mehr viel raum für die eigene künstlerische arbeit.
aber auch wenn es nicht immer einfach ist, es muss ja erledigt werden: denn wenn ich es nicht mache, dann macht es keiner.
lange rede kurzer sinn. ich habe den moment genutzt und ZACK, hier isses.

aus der reihe ‘mixed media wenn ich mal zeit habe‘ | 2010
es gibt doch noch überraschungen und so beginnen manche tage dann mit einem echten knaller. doch von anfang an.
während ich heute meinen täglichen morgen-kaffe zu mir nahm und neben her kurz mit hans beltin telefonierte, blickte ich nachdenklich aus dem fenster. gerade war ich dabei hans noch mal die situation zu erklären und ihm ein paar ideen für sein neues buch durch zu geben, da spielte sich direkt vor meinen augen eine unglaubliche szenen ab.
direkt gegenüber meinen fenster, hinter dem kirchdach tauchte langsam, aber deutlich zu sehen eine meiner collagen auf. hochauflösend und in – wie ich zugeben muss – brillanter qualität. ich war tief beeindruck, aber zum glück geistesgegenwärtig genug die kamera zu zücken um diesen moment fest zu halten.
nach etwa 2 bis 3 minuten war der spuk dann vorbei.


OMG! this must be stuff from the global LOLspace. why did you use telnet to enter it?
you will be p0wn3d, N00B!
der ball ist meist rund und das spiel dauert eben bis zum abpfiff!
nun interessiert mich fussball, wenn ich ehrlich bin nicht sonderlich.
mich reizt die kunst. aber im übertragenen sinne gilt eben auch hier: der künstler macht was er will und der arbeitsprozess dauert das ganze leben lang. schluss ist mit dem letzten atemzug.
von daher also auch kein problem hier noch mal eben schnell die maus anzusetzen um ein paar wichtige korrekturen vorzunehmen.

‘update man ist ja im grunde schon zufrieden wenn sie einen bloß in ruhe lassen’
13. juli 2007 gemeinsam mit den jungs vom ‘team media defect’ schreibe ich kunstgeschichte.
nach dem furiosen erfolg des weltweit ersten und nach wie vor einzigartigen hybridhappenings dem ‘i buy everything event‘,
setzen wir noch einen oben drauf.
mit hilfe des mobilen außenteams senden wir die bilder live aus der kölner innenstadt, mixen sie und schicken sie direkt in den virtuellen raum. das ganze bekommt den titel ‘the going mobile event‘.
eine bis dato nie da gewesene mischung aus netztechnologie, performancekunst und happening im virtuellen raum von secondlife, der shoppinghölle der kölner innenstadt und der kunsthochschule für medien in köln entsteht.

gemeinsam mit den jungs von tmd (v.l.n.r. sascha blume, ben tillig, timothy shearer und georg schütz) feiere ich den gelungenen ausgang des 2. hybridhappenings.

aus der reihe ‘mixed media wenn ich mal zeit habe‘ | 2010
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