bilder der installation und performance im glashaus am worringer platz in düsseldorf
der künstler - in diesem falle ich - sitzt zuhause vor der kamera. das signal wird live über das netz in den ausstellungsraum, das glashaus übertragen.
dort wird das bild per beamer auf eine leinwand projeziert. - der künstler ist anwesend.
ABSTRACT:
eine der ideen der netzkunst war und ist die loslösung des autors vom werk. durch die quasi-anonyme struktur des frühen netzes war es problemlos möglich die eigenen arbeiten zu publizieren ohne jemals selber als person in erscheinung zu treten. die nutzung von pseudonymen - historisch gewachsen aus der kultur der hacker - gehörte durchaus zum guten ton. die dadurch ermöglichte überwindung des egos gehört(e) mit zu einer der utopischen versprechen der frühen netzkunst.
doch netz und damit natürlich auch die kunst, welche sich damit beschäftigt, hat sich gewandelt. das internet ist massenmedium und damit teil des öffentlichen raumes geworden. mit dem wandel des netzes, verändert(e) sich auch dessen nutzung. die anonymität verschwindet. dies geschieht teils aufgrund der veränderten nutzung, teils durch staatliche und privatwirtschaftlich initiierte kontrollmechanismen.
die inszenierung der eigenen persönlichkeit ist zu einer wichtigen triebkraft im netz geworden, ein phänomen welches aus der kunstwelt nur zu gut bekannt ist.
welche rolle spielt nun der künstler im jahr 2008 an der
schnittstelle zwischen kunst, gesellschaft und der netz?
und
was bedeutet es für uns wenn wir die anonymität in diesem öffentlichen raum verlieren?












