berliner cooperationen 2: ‘single sign on’ in der 700mbG
im vorigen post hatte ich ja bereits kurz erläutert wie es zur kooperation mit Stefan Riebel aus Berlin kam, wer zu faul zum scrollen ist der clickt bitte einfach hier.
neben dem dort erwähnten ‘stolen-black-pixel‘ und der teilnahme am tiny video festival vergangenen samstag ist aber noch ein weiteres projekt aus dieser virtuellen und offensichtlich sehr fruchtbaren begegnung enstanden.
seit heute bin ich mit einer arbeit in der von riebel betriebenen 700Mb Gallery vertreten. auch wenn es etwas gedauert hat, bis das richtig konzept entwickelt war, hat sich die arbeit sowie die beharrlichkeit des galeristen riebel gelohnt.
wir sind beide zufrieden mit dem ergebnis.
‘single sign on’
‘single sign on‘ ist eine weißer, handsignierter, leerer aber nach wie vor beschreibbarer cd-rohling. das befüllen, oder das-nicht-befüllen, des inhaltes ist dem zukünftigen besitzer überlassen, hier gibt es von meiner seite keine vorgabe.
zum hintegrund
durch die in den vergangenen jahren erfolgte vereinnahmung des kunstsystems durch die massenkultur haben sich auch die setzungen, also die definition von dem was kunst ist, gewandelt.
die zeiten in denen der künstler etwas zur kunst erklären konnte sind vergangen. natürlich können künstler das nach wie vor tun, aber das potential einer solchen handlung ist erschöpft. was heute kunst ist, oder was als kunst akzeptiert wird, entscheiden die massen bzw die durch diese legitimierten institutionen.
uns soll es recht sein, nimmt es arbeit ab und schont damit das eh schon angespannte nerven-kostüm. wichtig ist in diesem zusammenhang dann aber auch, dass das publikum die eigene rolle ernst nimmt, sich dieser funktion annimmt und verantwortungsvoll damit umgeht.
single-sign-on ist als solche aufforderung zu verstehen, man möge doch bitte die cd-rom mit dem füllen was man als kunst anzuerkennen bereit ist.
oder!
es eben im besten fall einfach seinzulassen, mit der kunst und dem damit verbundenen diskursiven rattenschwänzen, für die sich außer ein paar zu tode gelangweilten heute eh kein schwein mehr interressiert.
weil das autonome denken, vor allem aber das handeln nämlich auch ganz wunderbar – und vielleicht sogar noch besser – ohne das wort mit den fünf buchstaben geht.

Hallo,
weil ich im Blog keine Mailadresse finde, schreibe ich es einfach hier hin: Danke für den Hinweis auf die beiden Veranstaltungen der Kunsthalle am Hamburger Platz in Berlin, die ich gerade per Düsseldorfer Attac-Rundmail von dir bekommen habe. Ich bin bei denen immer noch im Verteiler
gruß
genova
haha, das ist gut. lustig wie sich dir kreise so schliessen. so steht dann eben doch alles irgendwie miteinander in verbindung.
schön, dass dich die nachricht erreicht hat, klingt ja nach einer ganz interessanten veranstaltung.
hgfk
ps: kontaktadresse steht unter ‘Info&Contact’ : – )