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» Transprivacy Release #2

23.10.2011 | Permalink | Comment?

Der zweite Release ist raus, dieses mal mit Monochrom, Johannes P. Osterhoff und Philipp Teister, sowie Texten von Emmanuel Mir, Pico Schlick, Dr. Bernd Ternes und Michael Seemann.
Mehr Bilder gibt es auf transprivacy@flickr aber natürlich vor allem auf der Projektwebseite.

» #Occupy Everything

18.10.2011 | Permalink | Comment?

Es war ja nicht schwer mitzubekommen, aber für die jenigen unter Euch, die das vergangenen Wochenende im Drogenrausch verbracht haben, hier noch mal der Hinweis:
Am vergangenen Samstag war Weltaction-Tag.
Hunderttausende sind dem Aufruf gefolgt und haben sich beteiligt. Ich war zu dem Zeitpunkt recht weit ab vom Schuß, ca 20 km von der polnischen Grenze entfernt und konnte so leider nicht bei den großen Versammlungen vorbei schauen. Aber auch da wo wir waren, waren Andere, wenn auch Wenige, aber die Wenigen versammelte sich, dort habe ich vorbeigeschaut.

Während der Mainstream wie allzu oft auf Basis dümmlicher Zuspitzungen die zahlreichen, ihm zur Verfügung stehenden Seiten füllt, sind es die Blogs in denen offen Gedacht und Diskutiert wird. Nicht überall, auch nicht überall klug und auch nicht überall nach- oder reichhaltig, aber wer sucht der findet schon noch was zu Beißen.

Ich bin im Laufe des Tages auf die folgenden beiden Texte gestoßen. Text 1 “Occupy Frankfurt: Kehrwoche im Bankenviertel” stammt von und ist bei Off-the-record erschienen, einem Blog für Marketing, Werbung und Medien – gefunden wie so oft über Spreeblick. Danke.
Text Nummer Zwo erscheint im Zentralorgan der Schwester der Webung, im Archiv der dOCUMENTA 13: ein Künstlertext von and and and ebenso nice – gefunden beim werten monoma.

Beide Texte lohnen sich, lest mal rein. Und wer nicht gerne liest, der schaut den Clip.

ebenfalls via Spreeblick.

» Vortrag im Malkasten am 13.Oktober ‘Netzkunst. Netz. Kultur’ – Updated

12.10.2011 | Permalink | Comment?

An dieser Stelle noch der Hinweis in eigener Sache.
Am Donnerstag den den 13.Oktober bin ich bei WG/3ZI/K/Bar im Malkasten in Düsseldorf zu Gast, dort werde ich einen kurzen Vortrag zum Thema Netzkunst und Netzkultur halten. Titel der Veranstaltung ist.

#NETZ #KULTUR – “#KUNST ZWISCHEN ÜBERWACHUNGSFETISCH UND SENDEZWANG”

Los geht es gegen 20.30 Uhr.

Im Großen und Ganzen wird es dem, was ich im Mai in Köln schon mal vorgetragen hatte ähneln, allerdings angepasst auf die Thematik des aktuell laufenden TransPrivacy-Projekts. Ich werde den Beitrag noch mal um das Feld der Netzperformances erweitern, und auf Arbeiten von Kim Asendorf und Johannes P. Osterhoff eingehen.

Wir sehen uns dort.

 

» Transparente Infrastruktur

12.10.2011 | Permalink | Comment?

Wolfgang Michal geht in seinem Artikel “Warum die staatliche Computerwanze keine Spiegel-Affäre ist” der Frage nach, wie man in Zukunft mit der Kontrolle des De- und Chiffrieren des Codes, also dem Wissen um die weiche Infrastruktur des Netzes, umgehen sollte.

Gleichwohl ich bei Sätzen wie “die Aufsicht über die Verwendung der Software müsste bei speziellen Beauftragten für den Datenschutz liegen” derzeit etwas hellhörig und misstrauisch werde, stimme ich seiner Analyse im Großen und Ganzen zu, zumal Michal hier nicht reflexartig nach den staatlichen Institutionen ruft.

Es ist in der Tat eine wichtige politische Frage wie wir mit dem Code, seinen Geheimnissen, und dem daraus erwachsenden Herrschaftswissen gesellschaftlich umgehen wollen.
Ebenso wie er, schätze ich den CCC und seine Arbeit, die in diesem Artikel “Wachhunde der Freiheit” beim freitag noch einmal ausführlich beleuchtet wird, sehr.
Allerdings teile ich keinesfalls die in der dortigen Überschrift suggerierte Meinung, der CCC, oder sonst ein Hackerverbund – mag er noch so guten Willens sein – könnte nun auf Dauer als unsere letzte Kontrollinstanz des Codes und der darin versteckten Geheimnisse einspringen.

Die damit verbundene Fragestellung bezieht sich im übrigen nicht nur auf das spezielle Problem der “Remote Forensic Software” aka Staatstrojaners. Diese Fragestellung betrifft generell alle Bereiche in denen über Code in die Privatsphäre eingegriffen wird, diese über Code geschützt werden soll oder Code das Medium der Öffentlichkeit ist, so etwa auch den verwandten Bereich der Kryptografie – gleichwohl es sich hier etwas anders und fast noch schwieriger gestaltet.

Man kann es aber wohl drehen und wenden wie man will, für eine demokratische Gesellschaft führt kein Weg an der Forderung nach Transparenz in Bezug auf die staatliche Infrastruktur vorbei.
Eine Lösung des Dilemmas ist also, den Staat und seine Institutionen konsequent auf den Einsatz von Open-Source Software zu verpflichten, diesen Einsatz vollumfänglich zu dokumentieren und jeglichen, eingesetzten Code der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Zusätzliche müsste es dann, mit entsprechenden Mitteln ausgestattet Kontrollinstanzen geben, die sich dem kontinuierlichem Prüfen des Codes widmen könnten. Diese dürften aber – und das ist wichtig – eben nicht als alleinige Kontrolleure des Codes agieren und keinerlei Exklusivitätsansprüche haben.

Sicherlich ist das eine derzeit utopisch klingende Forderung, aber es ist ein möglicher Ausweg aus dem entstehenden Dilemma und eine mögliche Antwort auf die von Frank Schirrmacher in der FAZ so drastisch formulierte Erkenntnis “dass die neue Welt nicht nur schön ist und neu, sondern das Zeug dazu hat, den Staat zum Ungeheuer zu machen.”

» TransPrivacy Release #1

12.10.2011 | Permalink | Comment?

Seit Monaten vorbereitet, geht das TransPrivacy-Projekt nun endlich los – die ersten Plakate hängen. Vom Düsseldorfer Stadtteil Flingern aus wird plakatiert, diese Woche mit Motiven von Filippo Minelli und Stefan Riebel in den Straßen der Stadt und Texten von Michael Seemann (12.11.2011) und Dr. Nils Zurawski(14.11.2011) im Blog des Projekts. Alle weiteren Infos auf der Projektwebseite, auf Twitter, Google und den Socialmedia-Hubs ihres vertrauens.

Watch out!

mehr Bilder @flickr

» Die-Meine-Daten-gehören-mir-Ideologie

08.10.2011 | Permalink | 4 Comments

Der Datenschutz ist im Laufe der letzten Jahres zu einem der populärsten Themen der Politik der Netze geworden. Insbesondere hier in der BRD wird das Thema heiß diskutiert, dabei wird die Grenze zur Hysterie schon mal überschritten, was natürlich auch mit der schwierigen Vergangenheit dieses Landes zu tun. Johnny Häusler hat dazu gerade einen Artikel bei Spreeblick gepostet, den ich hier einfach mal verlinke.

Je sensibler und erregter die Leute aber bei dem Thema werden, desto schwieriger wird eine nüchterne Debatte. Und während das Thema an politischer Bedeutung gewinnt, macht sich unter Teilen der Datenschützer ein Fundamentalismus breit. Datenschutz wird dort mehr und mehr zum allgemeingültigen, unumstößlichen Prinzip, welches unhinterfragt auf alle Bereiche der digitalen Medien angewandt wird.

Es besteht die Gefahr, dass so aus einer guten und sinnvollen Idee eine Ideologie wird, deren Durchsetzung massive Kollateralschäden im Netz verursacht, denn die Forderung nach mehr und allumfassendem Datenschutz ist immer auch eine Forderung nach mehr Kontrolle der Netze.

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» The Future of Flamewar: Von asynchronen Flamestormwars

18.09.2011 | Permalink | Comment?

Der folgende Beitrag ist auch als Textbeitrag zum aktuell anlaufenden TransPrivacy-Projekt entstanden und erscheint im dortigen Projekt-Blog unter dem Titel “Vom intimen Flamewar zum öffentlichen Flamestormwar”.

Genauso wie sich das WWW im Laufe des vergangenen Jahrzehnts gewandelt hat, hat sich auch die damit verbundene Kultur des Netzes verändert.
Das Phänomen des Flamewars ist ein Beispiel für diese Wandlung. Aus dem erbitterten und teils abstrusen Streitgespräch einzelner Protagonisten einer Mailingliste oder eines Forums mit relativ kleinem Publikum sind Massenphänome mit einer unüberschaubaren Anzahl an Teilnehmern geworden. Sind diese Veränderungen auch Zeichen für einen Wandel auf der medialen Bühne der Politik?

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» aktuelle projekt

23.08.2011 | Permalink | Comment?

zwei aktuelle projekte:
www.vierwaende-off.de
& www.transprivacy.com

als erstes der verweis auf ‘vierwaende-off‘, ein blogmagazin über die düsseldorf off-szene, dass ich mit dem kunstwissenschaftler emmanuel mir im vergangenen jahr bereits begonnen hatte. das projekt ist aus dem vierwände kunst festival entstanden bei dem wir gemeinsam die künstlerische leitung inne hatten und ist im netz unter www.vierwaende-off.de zu finden. dort erscheinen nun in unregelmäßigen abständen rezensionen und berichte von ausstellungs- und kunstprojekte vor allem, aber nicht nur, aus dem großraum düsseldorf.
schwerpunkt dabei ist – der name gibt den dezenten hinweis vor – das was man langläufig mit ‘off-szene’ bezeichnen. wobei natürlich nie so ganz klar ist was im gegenzug dazu das ‘on’ sein kann. letztlich ist es ja auch egal, sind das doch eher historische kategorien für dinge die erst mit entsprechendem zeitlichem abstand ihre endgültige bewertung erfahren.

vierwaende-off

#TransPrivacy

das zweite projekt ist ein aktuelles ausstellungs projekt in der städtischen und der medialen öffentlichkeit. ab 1. oktober werden in den strassen düsseldorf für 4 wochen etwa 1600 plakate mit 8 motiven internationaler künstler gehängt, die sich im weitesten sinne mit öffentlichkeit, transparenz und privatsphäre im kontext der digitalen medien beschäftigen. begleitet wird das ausstellungsprojekt durch textbeiträge von journalisten, bloggern und autoren im projektblog.

alles zu finden unter http://www.transprivacy.com/

es gilt also auch weiterhin: bitte bleiben sie an den apparaten!

» beobachtungen aus hannover

23.08.2011 | Permalink | Comment?

heute gibt es noch ein paar bilder von der letzten ‘der künstler ist anwesend‘-performance hannover-düsseldorf.

dazu ein zitat aus einer mail von edin bajric im anschluss an die performance. ich poste das u.a. auch weil mir das von ihm beschriebene phänomen in dieser form eigentlich nie recht bewusst gewesen ist. für mich ging es in erster linie immer um den ironischen kommentar zur künstlerfigur.

“deine Performace, löst sowohl mittendrin als auch in nachhinein viele Gedanken und Gefühle aus.
Zu Beginn
lachen schmuntzeln
und irgendwann
unwohl, da es nach einer ständigen Beobachtung ausschaut, obwohl du uns nicht sehn konntest.

Zu beginn fühlen wir uns auf der “bessern” Seite
der arme sieht uns nicht wir können zunge rausstrecken und er schaut weiterhin nett zu uns her.

Irgendwann / und zwar schnell  kippt die positionswahrnehmung.
Ich fand es sehr spanned die Besucher und mich selbst zu beobachten.”

dass die arbeit nun auch interpretationen zu überwachung und dem beobachtet-werden zu lässt, war mir nicht aufgefallen, ist aber natürlich keineswegs unwillkommen. es gilt also wieder einmal mehr das was ich im letzten post geschrieben hatte “das ‘sich-seinen-teil-denken‘ könnt ihr, werte leser und follower, ja eh viel besser als ich.
ein grund mehr auch in zukunft still sitzend anwesend zu sein und sich mit deutungen zurück zu halten.

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» heute: konnektor hannover

15.07.2011 | Permalink | Comment?

für mich wird mehr und mehr deutlich, ich sollte nicht über kunst und schon gar nicht über sinn, zweck oder bedeutung meiner arbeit schreiben. immer wieder stelle ich beim späteren lesen der texte unzufrieden fest,  dass das allermeiste irgendwie unsinnig, banal oder zumindest unzureichend ist.
und das ‘sich-seinen-teil-denken‘ könnt ihr, werte leser und follower ja eh viel besser als ich.

doch eine anmerkung will ich mir erlauben.
die heute in hannover gezeigt performance ‘der künstler ist anwesend’ gefällt mir immer besser. nicht nur wegen thema, aussage, bedeutung und interpretationsspielräumen, sondern auch – und das zunhemend mehr – wegen der bequemlichkeit in der durchführung. keine langen reisen, keine aufwändigen terminplanungen, keine organisation von unterkünften, keine hardwarefrickeleien und keine reisekostenerstattung. statt dessen ein kurzes telefonat, ein paar emails und natürlich nicht zu vergessen, die unterstützende leistung vor ort, in form von beameraufbau und dem bereitstellen eines laptops.

aber alles in allem, ein durchaus überschaubarer aufwand, welcher sich bequem neben den alltäglich notwendigen verrichtungen erledigen lässt.
deshalb diesmal der freundliche danke an die jungs und mädels vom ‘konnektor – forum der künste‘ aus hannover für die einladung und die organisation.

wir sehen und heute abend 20:30 – 21:00 uhr.
weitere infos unter http://www.konnektor-online.de/

‘der künstler ist anwesend’ in der eexistence-gallery in leipzig.
heute in hannover.

» berliner cooperationen 2: ‘single sign on’ in der 700mbG

01.06.2011 | Permalink | 2 Comments

im vorigen post hatte ich ja bereits kurz erläutert wie es zur kooperation mit Stefan Riebel aus Berlin kam, wer zu faul zum scrollen ist der clickt bitte einfach hier.

neben dem dort erwähnten ‘stolen-black-pixel‘ und der teilnahme am tiny video festival vergangenen samstag ist aber noch ein weiteres projekt aus dieser virtuellen und offensichtlich sehr fruchtbaren begegnung enstanden.
seit heute bin ich mit einer arbeit in der von riebel betriebenen 700Mb Gallery vertreten. auch wenn es etwas gedauert hat, bis das richtig konzept entwickelt war, hat sich die arbeit sowie die beharrlichkeit des galeristen riebel gelohnt.
wir sind beide zufrieden mit dem ergebnis.

‘single sign on’


‘single sign on‘ ist eine weißer, handsignierter, leerer aber nach wie vor beschreibbarer cd-rohling. das befüllen, oder das-nicht-befüllen, des inhaltes ist dem zukünftigen besitzer überlassen, hier gibt es von meiner seite keine vorgabe.

zum hintegrund

durch die in den vergangenen jahren erfolgte vereinnahmung des kunstsystems durch die massenkultur haben sich auch die setzungen, also die definition von dem was kunst ist, gewandelt.
die zeiten in denen der künstler etwas zur kunst erklären konnte sind vergangen. natürlich können künstler das nach wie vor tun, aber das potential einer solchen handlung ist erschöpft. was heute kunst ist, oder was als kunst akzeptiert wird, entscheiden die massen bzw die durch diese legitimierten institutionen.

uns soll es recht sein, nimmt es arbeit ab und schont damit das eh schon angespannte nerven-kostüm. wichtig ist in diesem zusammenhang dann aber auch, dass das publikum die eigene rolle ernst nimmt, sich dieser funktion annimmt und verantwortungsvoll damit umgeht.

single-sign-on ist als solche aufforderung zu verstehen, man möge doch bitte die cd-rom mit dem füllen was man als kunst anzuerkennen bereit ist.
oder!
es eben im besten fall einfach seinzulassen, mit der kunst und dem damit verbundenen diskursiven rattenschwänzen, für die sich außer ein paar zu tode gelangweilten heute eh kein schwein mehr interressiert.
weil das autonome denken, vor allem aber das handeln nämlich auch ganz wunderbar – und vielleicht sogar noch besser – ohne das wort mit den fünf buchstaben geht.

 

 

» berliner cooperationen 1: tiny video festival

01.06.2011 | Permalink | 1 Comment

über die rohrpost-mailingliste habe ich stefan riebel aus berlin kennen gelernt. wir stellten relativ bald fest, dass uns ganz ähnliche themen umtreiben.
riebel ist künstler, kurator, galerist und vieles mehr, wie er hier selber feststellt. damit ist er eben auch einer der protagonisten die es vorziehen, sich dem zwang der authentizität zu verweigern und sich lieber in verschiedenen rollen auszuprobieren, anstatt sich direkt auf die von vielen so begehrte narrenrolle im kunstystem festnagelnzulassen.

unsere erste kurze kooperation entstand aus einer reaktion von mir auf seine arbeit ‘black pixel‘. riebel hat dort einen 1x1px großen, schwarzen punkt auf weißer fläche platziert und man muss schon genau hinsehen um diesen in der mitte der webseite zu entdecken.
mir hat das in der reduktion so gut gefallen, dass ich diesen pixel unbedingt haben wollte.
und so nahm ich ihn mir ganz einfach.
dazu habe ich riebels pixel mit rechtem mausklick und der funktion speichern unter auf meiner festplatte gespeichert. im nächste schritt habe ich riebels ‘black pixel‘ dann mit einem ftp-programm auf meinen server kopiert. dort ist er nun unter www.stolen-black-pixel.de/ zu sehen. (achtung! auch hier genau hinsehen bitte. der kleine schwarze punkt sitzt in der mitte.)

tiny video festival

später hat stefan riebel mich dann freundlicherweise trotz – oder vielleicht auch gerade wegen – des dreisten diebstahls zu zweien seiner projekte eingeladen. so bin ich vergangenen samstag dann seit längerem selber mal wieder in die narrenrolle geschlüpft und habe mit der netz-performance ‘der künstler ist anwesend’ von düsseldorf aus per skype am ‘tiny video festivalam i-a-m in berlin teilgenommen.
davon hier von zwei bilder.

Der Künstler ist anwesend - Performance Düsseldorf-Berlin

Der Künstler ist anwesend - Performance Düsseldorf-Berlin

bilder von der performance aus berlin.
und ich will ehrlich sein, auch ich fühle mich – trotz aller ablehnung von so vielem was kunst im namen trägt – in der narrenrolle immer noch wohl. : – )


 

 

» zu gast bei freunden der netzkultur

12.05.2011 | Permalink | 1 Comment

das team der art2.0-initiative aus köln hatten mich vergangenen dienstag freundlicherweise zu einem vortrag zum thema “netz, kunst, netz, kultur” eingeladen. das war ein ausgezeichneter anlass sich mal durch meine linksammlung zum thema zu arbeiten. am ende war ich dann doch selber recht erstaunt, wie reichhaltig und ausdifferenziert dieser ziemlich aus der mode gekommene bereich der kunst mittlerweile ist. dabei ist es eigentlich kein wunder, blickt die netzkunst in all ihren facetten mittlerweile auf mehr als 2 jahrzehnte entwicklungsgeschichte zurück.

ich habe mich vor allem auf die zeit von 1999 – 2011 konzentriert und natürlich auch da nur eine auswahl von projekten präsentiert. wer sich für die ursprünge und anfänge interessiert dem möchte ich diese mittlerweile 10 jahre alten link zur HGB-Leipzig empfehlen.
den gleichen vortrag könnte man im übrigen, in der angelegten struktur und den aufgezeigten subgenres, problemlos in mehreren variationen mit anderen protagonisten halten.

aber es ist eben nicht nur die schiere masse an arbeiten die erstaunt. für mich neu war auch wie sehr sich mittlerweile einzelne untergenres heraus gebildet haben. es gibt eben nicht mehr die netzkunst an sich, sondern auch hier haben sich im laufe der zeit ganz unterschiedliche herangehens- und umgangsweisen mit den phänomen digitalisierung, netze und vernetzung herausgebildet.

ichhabe das mal nach 3 genres unterteilt und dazu dann jeweils ein paar anschauungsbeispiele geliefert.

1. Politik und Hacktivism
2. Abstraktion, Concept & Bild
3. DADA, Poetry, useless machines & nummern

mich persönlich reizt aktuell punkt 3 am meisten. das ist eine ansammlung eigenartiger skuriler phänomene und projekte, die eigentlich gar nicht im kontext kunst entstehen aber zweifelsohne als soche durch gehen. da bin ich gespannt wie sich das weiter entwickelt. mir persönlich sind diese projekte sehr sympathisch, weil sie nämlich im ersten moment einmal frei vom verdacht der arbeit für die vita, karriere oder das portfolio erscheinen.

wie vereinbart setze ich nun hier noch den link zum pdf “netz.kunst_netz.kultur”.

rückfragen bitte per e-mail.

» this is not a : – )

10.05.2011 | Permalink | 2 Comments

das netz und die darüber transportierten welten, eindrücke und informationen sind real. darüber besteht kein zweifel.
und trotzdem ist es anders, denn lebens- und alltagswelt wird abstrahiert und reduziert. kommunikation und sprache und welt wird befreit und verarmt aber zu gleich. ein : – ) ist eben eine smily und kein lächeln, ein LOL ist ein LOL, sind drei Buchstaben und kein Lachen, und ; – ) ist kein zwinkern.

drei neue projekte zum thema:

www.thisisnotawink.de
www.thisisnotaloudlaugh.de
www.thisisnotasmile.de

: – ) LOL !!!!11!!!!!!!111!! ; – )

» mal wieder zu gast in leipzig

10.04.2011 | Permalink | Comment?

ich weiß nicht recht warum, aber in leipzig findet meine arbeit regelmäßig neue freunde. alleine diese tatsache ist schon mal gut.

darüber hinaus ist es aber auch der dortige kontext, der mich immer wieder freut. so erscheint meine arbeit dort doch stets an orten an denen auch ganz persönliche vorbilder von mir schon zu sehen waren oder sind.  in der eexistence gallery hatte ich das vergnügen gemeinsam mit hans bernhards ‘gwei‘-projekt in einer show vertreten zu sein.

diesmal hat sich eine kooperation mit der KUB-gallerie ergeben, dort war zuvor bereits oliver ressler mit seinem herausragenden ‘what is democracy?‘-projekt zu sehen.
nun ist ‘die neue ehrlichkeit‘ dort seit dem 17. märz in einer gruppenausstellung zu gast.

franziska eißner, die dortige kuratorin hat unter dem titel “EURE ARMUT KOTZT MICH AN! – Der Obdachlose als ‘role model‘ in der zeitgenössischen Kunst” gemeinsam mit dem museum der bildende künste und weiteren mitstreitern ein beachtliches programm auf die beine gestellt.
neben der obligatorischen ausstellung, gibt es eine reihe von veranstaltungen, dazu gehören performance, buchpräsentation und podiumsdiskussion in denen es um die auswirkungen und ausprägungen alter und neuer armutsphänomene geht. alle infos zum projekt gibt es auf der kub-webseite, www.galeriekub.de .

Foto Fabian Hesse, zu sehen "bur-al-arab", "sozusagen Bank 1" und "sozusagen Bank 2" und videos slumparade/ Extallation und PPconsulting PrekärPotent.

EURE ARMUT KOTZT MICH AN!
Der Obdachlose als ‘role model‘ in der zeitgenössischen Kunst

Vernissage: 17. März // 20 Uhr
Dauer der Ausstellung: 17. März – 16. April 2011

Götz Bury (Wien), Moritz Fehr (Berlin), Göran Gnaudschun (Potsdam), Fabian Hesse (München), Florian Kuhlmann (Düsseldorf), N55 (Kopenhagen), Danny Schulz (Leipzig), Daniel G. Schwarz (Leipzig)

Und hier alles und weiter lesen »

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